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31.08.2026

Braunschweiger Bundestagsabgeordneter würdigt Innovationskraft des Mittelstands – und fordert stabile Rahmenbedingungen für Wärmewende, Investitionen und Arbeitsplätze

„Hier in Braunschweig entstehen Technologien, die wir für die Wärmewende brauchen – entwickelt und produziert von einem starken Mittelständler aus unserer Stadt.“

 Mit diesen Worten würdigt der Braunschweiger Bundestagsabgeordnete Dr. Christos Pantazis Solvis nach einem erneuten Besuch des Unternehmens.

Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion informierte sich bei einem Praxisdialog und einem Rundgang durch Produktions- und Technikbereiche über aktuelle Entwicklungen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Wärmewende. Das 1988 gegründete Braunschweiger Unternehmen entwickelt und produziert Heiz- und Energiesysteme und verbindet dabei unter anderem Wärmepumpen, Solarthermie, Photovoltaik und Speicherlösungen.

„Solvis ist für mich ein echter Hidden Champion aus Braunschweig: innovativ, mittelständisch geprägt und mit industrieller Wertschöpfung direkt vor Ort. Solche Unternehmen und ihre Beschäftigten sind ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Stärke unserer Region“,

 erklärt Pantazis.

Gleichzeitig nimmt der Bundestagsabgeordnete die Politik ausdrücklich in die Verantwortung. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie empfindlich Unternehmen und Verbraucher auf häufig wechselnde Vorgaben, Förderbedingungen und politische Signale reagieren.

„Wir müssen auch selbstkritisch sein: Die Politik hat es dieser Branche in den vergangenen Jahren nicht immer leicht gemacht. Zu häufig wechselnde Rahmenbedingungen und Unsicherheit bei Förderung und Regulierung haben Vertrauen gekostet und Investitionsentscheidungen erschwert. Eine erfolgreiche Transformation funktioniert aber nicht nach dem Prinzip Stop and go. Wer von Unternehmen Investitionen, Innovationen und sichere Arbeitsplätze erwartet, muss ihnen auch Planungssicherheit geben.“

Im Gespräch mit Solvis ging es deshalb insbesondere um verlässliche und möglichst einfache Förderbedingungen, die Rolle des Fachhandwerks, Planungssicherheit für Unternehmen und Verbraucher sowie um technologieoffene Lösungen für den Gebäudebestand.

Pantazis warnt davor, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen:

„Die Wärmewende wird nur erfolgreich sein, wenn sie ökologisch wirksam, wirtschaftlich tragfähig und für die Menschen nachvollziehbar ist. Innovation und Klimaschutz entstehen nicht gegen unseren Mittelstand, sondern gemeinsam mit ihm. Gerade deshalb müssen wir zuhören, wo politische Entscheidungen in der betrieblichen Praxis funktionieren – und wo wir nachsteuern müssen.“


Für Pantazis hat die Debatte dabei eine besondere regionale Dimension. Der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands hänge maßgeblich von kleinen und mittleren Unternehmen und einem starken industriellen Mittelstand ab.

„Der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Was wir hier in Braunschweig an Know-how, Innovationskraft und industrieller Kompetenz haben, dürfen wir nicht als selbstverständlich betrachten. Mein Anspruch ist deshalb klar: Wir müssen den Transformationsprozess aktiv begleiten und Rahmenbedingungen schaffen, unter denen Unternehmen investieren, Beschäftigung sichern und neue Arbeitsplätze schaffen können.“

Der Besuch bei Solvis soll deshalb nicht der letzte Unternehmensdialog bleiben. Pantazis kündigt an, den direkten Austausch mit Braunschweiger Betrieben fortzusetzen:

„Politik darf wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen nicht nur am Schreibtisch entwickeln. Ich will mit den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Betriebsräten und vor allem mit den Beschäftigten sprechen, die jeden Tag erleben, was unsere Entscheidungen konkret bedeuten. Solvis ist ein hervorragendes Beispiel dafür, welches Potenzial in Braunschweig steckt. Dafür werde ich mich auch in Berlin starkmachen.“