Dr. Christos Pantazis, Braunschweiger Bundestagsabgeordneter und gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hat heute das Zentrum für Interdisziplinäre Schmerzmedizin am Herzogin Elisabeth Hospital (ZIS-HEH) in Braunschweig besucht.
Im Gespräch mit Klinikleitung, medizinischem Personal und Patientinnen und Patienten zeigte sich Pantazis tief beeindruckt von der interdisziplinären Arbeit der Schmerztherapie und betonte die Notwendigkeit, diesen Bereich im Gesundheitswesen besser zu unterstützen.
„Die vergangenen Jahre haben unser Gesundheitssystem enorm gefordert – durch die Corona-Pandemie und die geopolitischen Krisen. Trotz großer Herausforderungen haben wir in der letzten Legislaturperiode als SPD bereits wichtige Reformen wie die Krankenhausreform und den Einstieg in die elektronische Patientenakte angestoßen sowie Maßnahmen zur Stärkung der Pflege und des gesamten Gesundheitswesens eingeleitet. Doch nun müssen wir gezielt spezialisierte Versorgungsbereiche, wie die Schmerzmedizin, weiter stärken“, so Pantazis.
Ein zentraler Punkt der Kritik: Die derzeitige Zuordnung der Schmerztherapie zu verschiedenen, teils fachfremden Leistungsgruppen im DRG-System.
„Wir brauchen dringend eine eigene Leistungsgruppe für Schmerzmedizin, die den spezifischen Anforderungen dieser Behandlung gerecht wird. Andernfalls könnten Schmerzkliniken in ihrer Existenz bedroht sein und bis zu 40 % der spezialisierten Versorgung könnte verloren gehen. Es ist unerlässlich, diesen Bereich besser einzubinden, um die flächendeckende Versorgung langfristig sicherzustellen“, erklärte der Gesundheitspolitiker.
Abschließend unterstrich Pantazis: „Die Qualität und die Versorgungssicherheit für die Patientinnen und Patienten müssen immer im Mittelpunkt stehen. Wir werden den Weg der Reformen weiter konsequent fortsetzen, aber gleichzeitig auch sicherstellen, dass keine Klinik – und vor allem keine Patientin, kein Patient – auf der Strecke bleibt. Denn Gesundheitspolitik ist nicht nur Fachpolitik, sondern auch Demokratiepolitik. In einer Zeit gesellschaftlicher Verunsicherung müssen wir für eine solidarische, bezahlbare und verlässliche Versorgung eintreten – und die Menschen in den Mittelpunkt stellen. Schmerz darf kein Systemfehler sein.“
