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23.04.2026

Dr. Pantazis zum Sozialstaatsradar 2026

„Das Sozialstaatsradar 2026 sendet ein unmissverständliches Signal: Die Menschen in unserem Land wollen keinen Rückbau, sondern einen starken, solidarisch finanzierten Sozialstaat. Gerade in der Kranken- und Pflegeversicherung erwarten sie Verlässlichkeit, Gerechtigkeit und wirksamen Schutz vor Überforderung.

Die Ergebnisse widerlegen zentrale Narrative der aktuellen Debatte. Weder fehlt es an gesellschaftlicher Akzeptanz für solidarische Sicherungssysteme, noch trägt die These eines Generationenkonflikts. Im Gegenteil: Auch jüngere Menschen stehen klar hinter stabilen, solidarischen Strukturen.

Zugleich zeigt die Erhebung deutlich: Die bestehende Trennung zwischen gesetzlicher und privater Absicherung wird von vielen als ungerecht empfunden. Die hohe Zustimmung zu einer breiteren solidarischen Finanzierungsbasis sowie zur Begrenzung der Eigenanteile in der Pflege unterstreicht den politischen Handlungsdruck. Die Bevölkerung ist in dieser Frage oft weiter als Teile der politischen Debatte.

Für uns als SPD ist das ein klarer Auftrag: Wir werden die Finanzierungsbasis von Kranken- und Pflegeversicherung stärken, Solidarität ausbauen und die Lasten gerechter verteilen. Es ist auf Dauer nicht hinnehmbar, dass steigende Beiträge, hohe Eigenanteile und strukturelle Ungleichgewichte einseitig die Versicherten belasten.

Gerade in der Pflege gilt: Pflegebedürftigkeit darf kein Armutsrisiko sein. Die Forderung nach einer Begrenzung der Eigenanteile ist Ausdruck realer Sorgen im Alltag. Gesundheit und Pflege sind keine Ware – sie gehören in ein solidarisches System, das allen offensteht und im Ernstfall trägt. Das Sozialstaatsradar macht damit klar: Die Bevölkerung steht hinter einem starken Sozialstaat – und erwartet, dass die Politik entsprechend handelt.“