Die Darstellung von Apotheke Ad hoc, ich hätte mich
„explizit gegen den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit zur Apothekenreform gestellt“,
ist falsch, irreführend und sachlich nicht haltbar.
Ich habe zu keinem Zeitpunkt den Referentenentwurf als solchen abgelehnt. Das Gegenteil ist richtig: Ich habe mich wiederholt und klar für eine zukunftsfeste, rechtssichere und versorgungsorientierte Apothekenreform ausgesprochen, insbesondere mit Blick auf die Stärkung der Vor-Ort-Apotheken, die Sicherstellung der flächendeckenden Arzneimittelversorgung und die Anpassung an veränderte Versorgungsrealitäten. Eine Reform, die diesen Grundsätzen verpflichtet ist, braucht Sachlichkeit, Präzision und Fairness in der Berichterstattung, keine Zuspitzung auf Kosten der Wahrheit.
Was ich ausdrücklich und fachlich begründet eingefordert habe, ist keine Blockade, sondern Präzisierung, Nachschärfung und Korrektur einzelner Regelungspunkte, dort wo sie versorgungsrelevante Fehlanreize setzen, rechtliche Unsicherheiten erzeugen oder strukturelle Risiken für wohnortnahe Apotheken mit sich bringen könnten.
Das ist parlamentarische Verantwortung, kein Widerstand.
Die Verkürzung differenzierter fachpolitischer Einlassungen auf die Behauptung eines grundsätzlichen „Dagegen-Seins“ ist journalistisch unzulässig und politisch irreführend. Wer Reformfähigkeit ernst nimmt, muss Kritik inhaltlich prüfen, nicht politisch verzerren.
Ebenso entschieden weise ich die Unterstellung zurück, die SPD oder ich persönlich wolle den Versandhandel gegen die Vor-Ort-Apotheken stärken.
Unsere Linie ist klar und unverrückbar: Im Mittelpunkt steht die Versorgungssicherheit der Patientinnen und Patienten, nicht die Marktlogik. Für uns gilt gleichermaßen: gleiche Regeln für alle Marktteilnehmer und starke, wohnortnahe Apotheken als unverzichtbares Rückgrat einer verlässlichen Arzneimittelversorgung.
