„Der Equal Pay Day macht auf eine strukturelle Ungerechtigkeit aufmerksam, die wir als Gesellschaft nicht länger hinnehmen dürfen. Frauen verdienen in Deutschland im Durchschnitt weiterhin weniger als Männer. Aktuell beträgt der unbereinigte Gender Pay Gap 16 Prozent. Das sind 16 Prozent zu viel.
Artikel 3 unseres Grundgesetzes garantiert die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Dennoch bestehen auch fast 80 Jahre nach Inkrafttreten des Grundgesetzes reale Unterschiede bei Einkommen und Aufstiegschancen. Das widerspricht nicht nur dem Gleichheitsgebot, sondern auch unserem Verständnis von sozialer Gerechtigkeit.
Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit ist kein politischer Wunsch, sondern eine Frage der verfassungsrechtlich garantierten Gleichberechtigung. Diesen Anspruch müssen wir konsequent durchsetzen. Dazu gehören mehr Entgelttransparenz, eine starke Tarifbindung und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
Der Equal Pay Day erinnert uns jedes Jahr daran, dass echte Gleichstellung noch nicht erreicht ist. Unser Ziel muss sein, dass dieser Tag eines Tages überflüssig wird. Daran arbeiten wir entschlossen und solidarisch.“
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27.02.2026