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Flos Praktikumsbericht

Liebe Leserinnen und Leser,
ich bin Florian, 22 Jahre alt und studiere Politik und Recht an der WWU in Münster. Geboren und aufgewachsen bin ich in Braunschweig.
Die letzten vier Wochen durfte ich im Berliner Abgeordnetenbüro von Dr. Christos „Kitto“ Pantazis ein Praktikum absolvieren. Das war für mich eine sehr interessante und auch schöne Zeit. In diesen vier Wochen habe ich zwei Sitzungswochen und zwei sitzungsfreie Wochen miterlebt. Dabei sind die Sitzungswochen etwas belebter. Ausschüsse, öffentliche Anhörungen, AG-Sitzungen oder Reden im Plenum gehören dann zum Alltag. Die sitzungsfreien Wochen verbringt man eher am Schreibtisch, indem man sich zum Beispiel mit Bürgeranfragen auseinandersetzt, Briefings zu bestimmten Themen schreibt, Termine umorganisiert oder sich mit Kolleginnen und Kollegen zu verschiedenen Themen austauscht. Die AG-Sitzungen waren, denke ich, mein persönliches Highlight. Hier hat man den demokratischen Entwicklungsprozess regelrecht gespürt.
Kitto ist der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag. Da ich mich in meinem Studium nicht direkt mit gesundheitspolitischen Themen auseinandersetze, musste ich mich zunächst erst einmal in die Arbeit einlesen. Dabei habe ich gemerkt, dass dieser Themenbereich trotz seiner Komplexität und der teils hohen Bürokratiedichte sehr interessant und vielseitig ist. Ich habe mich vor allem mit dem neuen „KHAG“ und dem „ApoVWG“ auseinandergesetzt. Ich denke, zwei Gesetze, die die von mir beschriebene Charakteristik der Gesundheitspolitik perfekt widerspiegeln.
Dabei hat mir mein Büro, beziehungsweise haben mir meine Kolleginnen und Kollegen, sehr viel geholfen. Trotz der vollen und natürlich teils stressigen Arbeitstage fanden sie immer Zeit, mir zu helfen, meine Fragen zu beantworten und komplexe Sachverhalte verständlich zu erklären. Insgesamt muss ich meinen Kolleginnen und Kollegen einen großen Dank aussprechen. Die Stimmung war locker, persönlich, aber trotzdem professionell. Ich bin sehr dankbar, dass mein erster interner Eindruck vom politischen Berlin von so tollen Menschen um mich herum begleitet wurde. Das nimmt Nervosität und schafft Selbstbewusstsein.
Insgesamt war das Praktikum für mich eine wunderbare Erfahrung. Ich habe großen Respekt davor, was die Menschen hier jeden Tag leisten. Ich habe es als Privileg empfunden, hier im Berliner Regierungsviertel arbeiten zu dürfen. Wenn man morgens auf dem Weg zur Arbeit am Reichstagsgebäude vorbeigeht, ist das, denke ich, ein Arbeitsweg, an den man sich so schnell nicht gewöhnt. Ich kann jedem empfehlen, wenigstens einmal eine Tour durch die parlamentarischen Gebäude zu machen.
Mein Dank geht an Kitto, sein Büro und die Referentinnen und Referenten, die mir diese intensive Erfahrung ermöglicht haben.
Liebe Grüße
Florian